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Taschenbuch: 89 Seiten
Verlag: Engelsdorfer Verlag (Juni 2007) Sprache: Deutsch ISBN: 3867033900
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Leseprobe
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Mit einem grauen Kasten fing alles an! Ich glaube, unser Frauchen hat noch mit keinem so viel Streit gehabt, wie mit diesem grauen Kasten! Sie hat genickt, dann wieder mit dem Kopf geschüttelt, riesengroße Augen bekommen, ihren Kopf in beide Hände gelegt und gestöhnt „Das kapiere ich nie!“ Ich auch nicht, denn mein gemütlicher Platz unter dem Schreibtisch zu Frauchens Füßen war nun wegen der Kabel futsch! Da stand sonst die Schreibmaschine auf dem Schreibtisch, das Hämmern auf den Tasten, was unser Frauchen machte, ließ mich so schön einschlafen. Nun war diese gemütliche Schreibmaschine im Schlafzimmerschrank, in einem riesengroßen Karton eingemottet. Erst hab ich gedacht, ein neuer Fernseher. Ja, denkste! Nix gemütlich davor sitzen und Tierfilme ansehen, ne, diesem Kasten kann man Befehle erteilen, Briefe schreiben und das Schlimmste, sich mit anderen Menschen unterhalten, per Tastatur! Dann sagt das Ding „Sie haben Post“ Frauchen freut sich über ihre Post, schreibt zurück, versucht ein Foto von Kendy und mir einzuscannen und schon hat sie Zoff mit diesem Typ, grauer Kasten! Gigantisch wie unser Frauchen fluchen kann, wusste ich noch gar nicht, dabei kenne ich sie schon so lange. Mensch kauft euch einen Computer und ihr entdeckt Seiten an euch, die ahnt ihr nicht! Ihre Stimme ist wieder in Ordnung, denn das was jetzt kam, war ein Gewittergrollen! Wir lägen nur auf dem Sofa herum, ließen uns bedienen wie Paschas, wenn es nicht schnell genug ginge würden wir auch noch meckern. Sissi würde nur Mäuse fangen, die aussähen wie Hungerhaken und diese auf die Terrasse legen. Ich bin zum ersten Mal froh daß ich schlecht höre! Halleluja! Ach, ist das gut dass wir Parterre wohnen und das Haus eher klein, so musste unser Frauchen den Korb nicht so weit schieben! Aber ich schau unser sich in Rage redendes Frauchen vorwurfsvoll an, recke meine Nase Richtung Küche, der Kuchen erinnere ich sie. Schon sind wir alle in der Küche, außer Sissi, die liegt noch im Bett, im Tiefschlaf. Das Gewitter ging an ihr vorbei! Unser Lebensgefährte warnt mich und ruft „Vorsicht Cherry, das Frauchen schmeißt!“ Ich ziehe auch gleich den Kopf ein und mache vorsichtshalber noch meine Augen zu, weil, ich will dieses Elend nicht sehen, ich bin gar nicht da! Sie sagt dann total beleidigt „Ihr seid gemein!“ Nein sind wir nicht. Aber aus Erfahrung vorsichtig! Weil unser Frauchen macht das super, sie guckt nach rechts und schmeißt nach links, noch viel schlimmer, sie guckt nach vorn und schmeißt nach hinten, dann ist ihr der Stock leider entglitten. Sagt sie! Unser Lebensgefährte versucht es mir zu erklären „ Das ist normal bei Frauen, so allgemein, sie gucken nach links und werfen nach rechts! Wollen eine Bluse kaufen und kommen mit neuen Schuhen nach Hause!“ „Ja, seid ihr denn verrückt? Ihr habt eine Frau als Kanzlerin gewählt! Gefährlich, würde ich mal sagen!“ Ob das mal gut geht? Also ich als Hund bezweifle das!
Die meisten haben wir in unserem Feind Computer gesucht und auf der Seite von Dagmar und Kay gefunden, Sie freuen sich, dass wir die Rezepte weitergeben, denn ihre Dogge Inka hat schon alles durchprobiert. Aber welche Mengen gehen in Inka rein! Beneidenswert! Unser Frauchen geht fremd! Aber nun haben wir alle ein dickes Problem! Da heißt es aufpassen! Ich habe von allen, trotz meines Alters die beste Nase! Unser Frauchen geht, glaube ich fremd! Wir suchen nach Beweisen! Meine Nase tippt auf Hündin! Kendy sagt das auch. Aber wenn sie nach Stunden wiederkommt, ist da ein Gemisch! Wahnsinn! Nicht nur Hündin, ne, Rüden auch! Sissi kreischt vom Flur aus „ Katzen auch, nicht nur Hunde!“ Wahnsinn! „Riecht mal an ihren Schuhen, ich glaube das nicht!“ Wir rennen total aufgelöst von einem Zimmer zum anderen. Im Esszimmer ihre Tasche, im Schlafzimmer ihre Weste und im Flur die Schuhe! Nun haben wir auch noch den verschlafenen Trottel Moritz am Arsch, der rennt aufgeregt hinter uns her „Puh, riecht ihr das auch?“ schnieft er mit seiner Plattnase „ Mann“ brülle ich ihn an „wenn wir hier nicht schon die ganze Zeit die Welle gemacht hätten würdest du noch auf Frauchens Keyboard pennen!“ Keiner von uns schaut unser Frauchen richtig an. Wir sind empört! Eines Tages als wir „Männer“ von der Arbeit kamen, sagte sie „Morgen kommt Conny, sie bringt Angie und Luna mit und sie bleiben ein paar Tage bei uns!“ Conny? ANGIE? Ich düse sofort, so schnell wie mich meine drei Beine tragen, zur Haustüre, von dort aus in das Wohnzimmer ans Fenster und schaue suchend raus. Aber ich sehe keine Conny und auch keine Angie! Fragend blicke ich meine Leute an! Hey, wollt ihr mich testen? Mein Herrchen lacht „ Nu sieh sich einer an, was wir für einen schlauen Kerl haben! Er hat genau verstanden was du gesagt hast!“ Frauchen nimmt meinen Kopf in beide Hände Morgen haben sie auch immer gesagt, als ich noch krank war und es dauerte eine kleine Ewigkeit! Aber am nächsten Tag waren sie da. Conny, Angie und Luna. Ich hatte mich so gefreut alle zu sehen, hatte schon Angst ich bekomme vor lauter Freude einen Herzkasper. Meine Angie, ist das schön! Doch plötzlich kommen mir Zweifel. Ich bin doch hier zu Hause? Will Conny mich wieder mitnehmen? Ich mag Conny sehr gerne, aber ich möchte hier bleiben. Nicht wieder zu den großen Monster Doggen. Nicht wieder einer unter vielen sein! Ich grenze mich ab, möchte nicht dass mein Herrchen, Luna und Angie lieb hat. Bitte, ich habe euch alle sehr lieb, aber könnt ihr wieder nach Hause fahren? Damit ich sicher bin, ich bin hier zu Hause, für immer. Habe ein eigenes Herrchen und Frauchen! Dann, etwas später, würde ich euch gerne wieder einladen. In mein Zuhause! |
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Aber da ist etwas im Anzug! Ich ahne es! Da Frauchen keinem ihre Erkältung schenken möchte, fährt sie nicht zum Tierhof. Das Britta, das ist das Frauchen von Mikki, dem Bezwinger der Blechbüchsen, die Kosten übernimmt, sollte diese schlimme Operation für die zwanzig Zentimeter anstehen! Außerdem hat Conny zurzeit einige Rottweilerwelpen und da ginge das mit zwanzig Zentimeter nicht. Die würden ihn alle machen. Den kleinen Kerl! Himmel noch mal, was soll das heißen? Meerschweinchen hatte unser Frauchen von Conny für ein paar Wochen in Pflege genommen. Sind das zwanzig Zentimeter? Ich fand die Dinger richtig witzig, wie die in ihrem Stall rumgedüst sind. Frauchen hatte mir den Sessel so gestellt damit ich sie beobachten konnte. Die haben sich dann auf ihr Häuschen gehockt und mich beobachtet, oder sind durch ihr Häuschen gerast und haben Fangen gespielt. Kendy zeigte überhaupt kein Interesse für die Meerschweinchen, sie ignorierte sie einfach. Frauchen sagte, Meerschweinchen findet sie zwar süß, aber nicht ihre Welt. Sie war richtig froh als die beiden vermittelt waren. Also wieder so etwas? Weil meine Ohren ja nicht mehr alles mitbekommen, habe ich Kendy gefragt, ob sie irgendetwas gehört oder verstanden hat! Aber ne, unsere Kendy. Nix verstehen und Ahnung? Hat die nicht! Läuft das unter Hund? Eine Trethupe! Wenn man drauf tritt, weil man ihn nicht sieht, quiekt er! |